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Was ist ERP?

17.03.2014

Ginge man nach dem in der Betriebswirtschaftslehre bekannten Ansatz des RBV (Resource-Based View), so können Resourcen finanzieller, physischer, organisatorischer oder humaner Art sein. Doch ERP Software bietet als komplexe Anwendersoftware mehr als nur die Planung derart verstandener "Resourcen".

Enterprise Resource Planning

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ERP Software Definition

Mehr denn je sind Märkte heute global und dynamisch. Unternehmensstrategien und -entscheidungen müssen dem Rechnung tragen, um im Wettbewerb mit Kosteneffektivität zu punkten. Dies kann nur auf Grundlage integrierter Geschäftsprozesse geschehen. Von daher ist der Begriff "Resource" innerhalb einer ERP Definition eigentlich etwas kurz, geht es doch um mehr. Als integrierte Standard-Anwendungssoftware bauen ERP Systeme auf eine zentrale Datenbank und Laufzeitumgebung und schaffen somit die Grundlage für funktions- oder bereichsübergreifendes ganzheitliches Management. Standardsoftware insofern, als es betriebswirtschaftliche Abläufe und Bedingungen gibt, die für jedes Unternehmen gelten, unabhängig davon, welches Produkt oder welche Dienstleistung verkauft wird. Die eigentliche Anpassung an branchen- oder firmenspezifische Bedürfnisse erfolgt über Customizing oder Module.


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Trends

Der Trend zur Mobilität wird sich den nächsten Jahren verstärken. So wird der Zugriff via Laptop, etwa durch Mitarbeiter im Aussendienst, immer wichtiger. Inwieweit Mobile Computing (Tablet, Smartphones) sich durchsetzen wird, ist fraglich.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Ein wichtiger Nutzen liegt also in der unternehmensweite Integration sämtlicher Daten. Je nach Konfiguration zählen hierzu Vertrieb genauso wie Einkauf, Produktion, Material, Anlagen, Maschinen, Buchhaltung, Finanzen, Logistik oder Personalwirtschaft. Aber auch Dokumentenmanagement, Data Warehousing, e-Business oder CRM Systeme können dazu gehören. Alle relevanten Funktionsbereiche im Unternehmen werden somit datentechnisch aufbereitet. Redundanzen werden vermieden, Daten sind bereichsübergreifend gepflegt oder konsolidiert. Diese integrierte Erfassung und Weiterverarbeitung in einer zentralen Datenbank (meist MS SQL oder Oracle, aber auch MySQL) bildet die Grundlage von unternehmensinternen Geschäfts- und Entscheidungsprozessen.


Grundsatzentscheidung

Unterschieden werden Enterprise Resource Planning Software Lösungen nach proprietären Systemen und offenen Systemen. Proprietäre System sind herstellereigene Systeme wie etwa SAP oder Microsoft Dynamics; sie werden auch als geschlossene Systeme bezeichnet, da Erweiterungen nicht selbst durchgeführt werden können bzw. mit dem Hersteller abgesprochen werden müssen.
Demgegenüber stehen offene Systeme (=Open Source Software oder OSS). Hier ist der Quellcode offengelegt und kann selbst modifiziert werden.

Vom Taylorismus zur "Durchinformatisierung"

Methoden, um industriell hergestellte Produkte meß- und bewertbar zu machen oder Produktionsprozesse zu rationalisieren, sind so alt wie die Nutzung der Ressource "Arbeitskraft" selbst im industriellen Stil. Schon im 19. Jahrhundert analysierte Fredrick Winslow Taylor Arbeitsprozesse in der Fabrik, teilte diese in kleine meßbare Einheiten und schuf somit die Grundlage für unter betriebswirtschaftlichen Aspekten optimierte Arbeitsabläufe. Henry Ford brachte dann die nächste Entwicklung. Er gilt gemeinhin als der Begründer der industriellen Massenproduktion. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs produzierten seine Fabriken Autos für alle. Grundlage war auch hier die ökonomische Strukturierung von Arbeit und Resourcen; vor allem aber die Einführung des Fließbandes sowie Automatisierung von Produktionsabläufen im großen Stil.
Auch wenn diese Denkansätze heute sehr "historisch" wirken mögen, so sind sie doch für das Verständnis von ERP Systemen durchaus interessant insofern, als der reale Arbeitsprozess zum Zwecke der Leistungssteuerung und Kontrolle seinen theoretischen Überbau erfuhr. Als Daniel Bell in den 70er Jahren den Begriff der "nachindustriellen Gesellschaft" prägte, war dies die Antwort auf die Tatsache, dass der klassische güterproduzierende Sektor zunehmend an Bedeutung verlor, der tertiäre (Dienstleistungs-) Sektor aber überproportional stark anwuchs. Was aber sind die Güter oder Produktionsprozesse des Dienstleistungssektors? Hierfür schuf er das Schlagwort der "Informationsgesellschaft"; die Entwicklung, die EDV und IT hier einmal zeitigen würden, konnte er freilich noch nicht kennen. Heute schaffen komplexe ERP Systeme die Grundlage für optimierte Geschäftsabläufe im Betrieb; stellen aber damit auch eine neue Form der Kontrolle dar: Nicht mehr der Werkmeister mit der Stoppuhr kontrolliert den Arbeitsprozess. Kontrolle basiert nun"…hochgradig auf dem Prozess der Informatisierung" (Andreas Boes: Informatisierung - Kontrolle - Markt. Zitiert nach www.isf-muenchen.de, Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. München). Jeder Schritt im Arbeitsprozess hat seine virtuelle Entsprechung im Datenschatten, der immer und überall präsent und abrufbar ist.

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